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Berufsorientierung

Wie geht es weiter nach HSA oder dem MBA?

Schüler der Abschlussklassen waren zusammen mit ihren Eltern in der Aula der Maximilian-Kolbe-Schule gekommen, um sich über weiterführende Schulen zu informieren. Eingeladen waren, wie schon in den Jahren zuvor, die Vertreter eben dieser Schulen im Landkreis Neunkirchen.
Frau Müller (TG-BBZ) und Frau Johänntgen (SP-BBZ) gaben einen kurzen Überblick über die Berufsfachschulen, die mit einem qualifizierten Hauptschulabschluss besucht werden können.  Am sozialpflegerischen BBZ besteht ausserdem die Möglichkeit für die Dauer von zwei Jahren die Berufsfachschule für Kinderpflege zu besuchen. Zu beachten sei, dass einige Berufsfachschulen ebenfalls in St. Wendel besucht werden können.

Herr Werner vom KBBZ in Neunkirchen präsentierte die Handelsschule, aber auch Ausbildungsgänge zu Einzel- und Großhandelskaufmann sowie Berufe der Bürokommunikation. Schwerpunkte seien Buchhaltung, Datenverarbeitung und Wirtschaftswissen. Frau Krämer von den “Privaten kaufmännischen Schulen” (Baumannschule) verwies auf die Möglichkeit auch an ihrer Schule die Handelsschule zu besuchen oder mit MBA das Fachabitur zu machen. In Kürze finde der jährlich “Tag der offenen Tür” statt.

Herr Finkler als Vertreter der Agentur für Arbeit lud die anwesenden Schüler in das Berufsinformationszentrum ein. Hier könne man sich für verschiedene Berufe testen lassen oder sich über unterschiedliche Schullaufbahnen informieren. Wichtig für eine erfolgreiche Bewerbung bleibe jedoch, dass keine Fehltage zu verzeichnen sind, Interesse am Beruf bestehe und natürlich gute Noten in Deutsch und Mathematik vorzuzeigen sind.

Text u. Bild: M. Kirsch

Wie geht es weiter nach dem Hauptschulabschluss (HSA)?

Nach dem Erreichen des Hauptschulabschlusses kann eine weiterführende Schule besucht oder eine Berufsausbildung begonnen werden. Entscheidend für den Besuch einer weiterführenden Schule ist der qualifizierte Hauptschulabschluss.

Wird weder eine weiterführende Schule besucht, noch eine Berufsausbildung begonnen, so ist der Schüler dennoch berufsschulpflichtig: d.h. er muss ein BGJ oder eine BGS besuchen. Diese einjährigen Schulformen sind in den Berufsschulzentren angesiedelt und dienen der Berufsvorbereitung. Diese Zeit sollte auch genutzt werden, um einen Ausbildungsplatz zu finden.

Wird nach dem Hauptschulabschluss eine Berufsausbildung begonnen, so erfolgt die Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule (Duales System). Das Technisch-gewerbliche Berufsbildungszentrum (TGBBZ) im Jägermeisterpfad in Neunkirchen ist dabei für die Berufsfelder Bauhauptgewerbe, Holz, Farbtechnik u. Raumgestaltung, Metalltechnik und Elektrotechnik zuständig.
Das Sozial-pflegerische Berufsbildungs-zentrum (SPBBZ) in der Parkstraße in Neunkirchen bietet die Berufsfelder Fleischer, Bäcker, dazugehörige Verkaufsberufe und berufsbegleitenden Unterricht im Frisörhandwerk an. Weiter Informationen zu Schulformen finden Sie auf der homepage des Berufsbildungszentrums Neunkirchen unter www.tgsp-bbz-nk.de
Wird eine Berufsausbildung im Kreis St.Wendel begonnen, so ist das dortige Berufsbildungszentrum ein Lernort im Dualen System. Je nach gewähltem Ausbildungsberuf kann jedoch auch ein anderes Berufsbildungszentrum im Saarland zuständig sein.

Natürlich kann mit einem Hauptschulabschluss auch eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich begonnen werden. Auch hier erfolgt die Ausbildung dual, d.h. in der Firma und in der Berufsschule, in diesem Fall an einer kaufmännischen Berufsschule in Neunkirchen (KBBZ). Weitere Infos auf deren homepage unter
 
wwww.kbbz-neunkirchen.de Dort kann auch eine Schulbroschüre downgeloaded werden.

Viele Schüler mit qualifiziertem Hauptschulabschluss möchten eine weiterführende Schule zum Erreichen des mittleren Bildungsabschlusses (MBA) besuchen. Hierzu bestehen grundsätzlich 3 Möglichkeiten.
 

a. Gewerbeschule, am TG-BBZ
b. Sozialpflegeschule,  am SP-BBZ
c. Handelsschule, am KBBZ

An diesen Schulen wird der Mittlere Bildungsabschluss in 2 Jahren erreicht. Dazu ist einen Abschlussprüfung notwendig. Unterschiede bestehen in der fachlichen Ausrichtung, zB. technisch, sozialpflegerisch oder kaufmännisch. Zu beachten ist dabei, ob die vorher erlernte Fremdsprache auch dort unterrichtet wird. Mit dem bestandenen MBA können weiterführende Schulen zum erreichen des Fachabiturs besucht werden. Oft ist dies am gleichen Schulzentrum möglich.
 

Wie geht es weiter nach dem Mittleren Bildungsabschluss (MBA)?

Neben einer Berufsausbildung kann nach dem MBA auf zweijährigen Schulen das Fachabitur erworben werden. Wichtig ist dabei, dass dies kein gebundenes Fachabitur ist, d.h. ganz gleich welche Fachrichtung besucht wurde, kann später an jeder Fachhochschule studiert werden!

Fachoberschulen gibt es im Saarland mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung: Ingenieurwesen, Soziales, Design und Wirtschaft. Über die jeweiligen Fächer und Anforderungen geben die Fachoberschulen Auskunft.
Fachoberschulen sind zweijährige Schulformen, bei denen in der Klasse 11 das Praktikum im Vordergrund steht. Dies wird über das gesamte Schuljahr abgeleistet; je nach Fachrichtung sind unterschiedliche Betriebe, Firmen oder Verwaltungen zu besuchen. Nur mit der Bestätigung der besuchten Firmen ist dann der Besuch der nächsten Klasse möglich. In der Klasse 12 wird vorwiegend auf die Abschlussprüfung vorbereitet, die für alle Schüler dieser Fachrichtung im Saarland gleich ist.

Die sog. Oberstufengymnasien, Wirtschaftsgymnasien, Technische oder wissenschaftliche Gymnasien führen mit dem MBA zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Für den Besuch dieser Schulen ist ein Berechtigungsvermerk nach der Teilnahme an A-Kursen notwendig.
Diese zum Teil neue Schulformen sind über mehrere Standorte im Saarland verteilt. Längere Anfahrtswege sind daher möglich.

weitere Informationen
hier als pdf:

 

Welche Schulen in privater Trägerschaft können mit HSA oder MBA besucht werden?

1. „Die Baumannschule“, heute: Private kaufmännische Schulen Baumann

Diese Schule befindet sich seit  dem Schuljahr 2010/11 in neuen Räumen in Heiligenwald. Dort befinden sich eine Handelsschule sowie eine Fachoberschule für Wirtschaft. Mit einem Hauptschulabschluss (qualifiziert) kann also dort ein Mittlerer Bildungsabschluss und mit dem MBA das Fachabitur erworben werden. Damit werden die gleichen Abschlüsse wie an staatlichen Schulen erreicht. Ein Schulgeld wird nicht erhoben.

weitere Informationen unter www.baumannschulen.de


2. „Edith Stein Schule“, Akademie für Erzieher

Voraussetzung für den Besuch dieser Schule ist der MBA. Derzeit besuchen 125 Schüler das neue Schulgebäude „auf der Scheib“ in Neunkirchen. Die Schulzeit beträgt 2 Jahre; die Fachhochschulreife wird dabei mit erworben.
Im ersten Schuljahr findet ein Vorpraktikum statt, das im Kindergarten, einem Hort oder in einer Werkstatt für Behinderte geleistet wird. An zwei Tagen in der Woche findet Unterricht in der Schule statt. Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich bestehen z.B. an der HTW in Saarbrücken.

weitere Informationen unter www.bistum-trier.de/edith-stein-fachschule/
 

Angebote der Agentur für Arbeit (Berufsinformationszentrum)

Für Schüler, die noch nicht so recht wissen, welche Berufe für sie in Frage kommen, bietet das Berufsinformationszentrum (BIZ) einen Selbsttest an. Einfach planet-beruf.de anklicken und in der Mitte den Test anwählen. Hier werden Stärken und Schwächen herausgearbeitet und zum Schluss mehrere Berufe vorgeschlagen, die man sich im berufenet auch in Filmen und Beschreibungen ansehen kann.
Natürlich stehen die Berufsberater auch bei Fragen nach der schulischen Weiterbildung zur Verfügung. Für ein persönliches Beratungsgespräch ist eine schriftliche Anmeldung notwendig. Diese bekommt man bei der Agentur für Arbeit im BIZ, Ringstraße, Neunkirchen.

Text u. Bild: M. Kirsch